D. Volkmer
Nadel-Sticheleien
Kritisch-Satirisch-Humorvolles aus 15 Jahren |
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D. Volkmer
Frankfurt und die Götter des Olymp
Ein fiktiver Besuch aus der Antike |
Ali kommt in die erste
Klasse. Die junge und engagierte Lehrerin hält eine kleine Ansprache.
"Also Kinder, da in dieser Klasse auch einige Kinder aus anderen
Ländern sind, mache ich folgenden Vorschlag: ich gebe allen deutsche
Namen. Niemand soll wegen seines Namens gehänselt werden."
Alle Kinder sind einverstanden. Auch Ali. Der heißt jetzt Rolf Schmidt.
Wieder zuhause angekommen ruft ihn seine Mutter: "Ali, Mittagessen!"
Aber Ali kommt nicht. Nochmal ruft die Mutter, nun schon etwas ungehalten:
"Ali , komm endlich zum Essen!"
Ali kommt nicht. Die Frau stürmt ins Kinderzimmer: "Ali, hörst
Du nicht?"
"Ich heiße nicht Ali. Ich heiße Rolf Schmidt." Klatsch.
Schon hat er sich eine Ohrfeige eingefangen.
"Aua," schreit Ali, "kaum bin ich Deutscher, schon werde
ich von Kanaken verprügelt..."
Ein Astronaut bereitet sich auf seinen Start vor.
Kurz bevor er die Raumfähre betritt, gibt er das Abschlußinterview.
Ein Reporter stellt ihm die oblogatorische Frage:
"Wie fühlen Sie sich?"
Der Astronaut schweigt einen Augenblick, seufzt dann und erwidert:
"Ja, wie soll ich mich fühlen?
Ich weiß, dass ich auf 100.000 Teilen sitze, die alle von den Firmen
stammen, die das niedrigste Angebot dafür gemacht haben..."
Es durfte der Copilot das Flugzeug in Frankfurt landen.
Er schaffte es, eine sogenannte "Harte Landung" hinzulegen.
Was bedeutete, dass die ganze Maschine sehr, sehr hart aufsetzte.
Nach dieser Landung stand die Crew an der vorderen Türe und verabschiedete
die Passagiere.
"Auf Wiedersehen, vielen Dank dass sie mit unserer Gesellschaft geflogen
sind."
Als letztes irrte ein altes Mütterchen durch die Sitzreihen in Richtung
vordere Türe.
"Entschuldigen Sie, Herr Kapitän, darf ich Sie etwas fragen?"
"Aber selbstverständlich, Madam, was ist Ihre Frage?"
"Sind wir eben gelandet oder abgeschossen worden?"
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