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August
/ September 2011
Elektro-Irrsinn
Man wird das
Gefühl nicht los, dass unsere grossen Parteien bei ihrem angstvollen
Schielen auf die Wahlerfolge der Grünen ihren normalen Menschenverstand
an der Garderobe abgegeben haben.
Dabei sind gerade die Grünen ein etwas amorpher Haufen, der
vor lauter (grüner) Ideologie keines der anstehenden Probleme
bis zum Ende durchgedacht hat.
Da wird beispielsweise die Autoindustrie aufgerufen, von ihren jetzigen
Produktionslinien mit zum Teil benzinschluckenden Fahrzeugen auf
Elektro-Fahrzeuge umzustellen.
Hat man sich dabei überhaupt überlegt, woher bei steigenden
Elektrofahrzeug-Zahlen, die zudem noch längst nicht ausgereift
sind, der Strom herkommen soll.
Und was noch ins Gewicht fällt, sind die langen Ladezeiten.
Was soll ein beschäftigter Unternehmer oder Angestellter in
der Zeit tun, wenn zB sein Auto an einer Tankstelle aufgeladen wird.
Kaffee trinken? Unterhaltung pflegen? Das dürfte wohl absolut
kontraproduktiv sein.
Zudem gibt es verständlicherweise noch viel zu wenige Tankstellen
für diesen Bedarf.
Dann das noch grössere Problem: Man stelle sich vor, es gäbe
eine Unzahl von E-Fahrzeugen, die alle ständig nachgeladen
werden müssen.
Und es gibt bei den abgeschalteten Atom-Meilern zu wenig Strom!
Fahren wir dann mit dem E-Mobil durch unser Land von Frankreichs
oder Tschechiens Gnaden, die ihre AKWs nicht abschalten, sondern
neue hinzubauen.
Dann sollen neue Kohle-Kraft-Werke gebaut werden.
Ja, sind das nicht erst recht richtige Dreckschleudern!
Sie tragen erheblich zur Erderwärmung bei!
Ob das wohl sinnvoll ist?
Man muss sich ohnehin fragen, ob der Durchschnittsbürger überhaupt
einen Sinn für das Klima und seine Auswirkungen hat?
Nach statistischen Angaben entfallen in diesem Jahr 13 Prozent des
Auto-Umsatzes auf die SUVs (Sport Utility Vehicles), die sich durch
eine ausgezeichnete Windschlüpfrigkeit auszeichnen.
Hinter dem Steuer sitzen zumeist weibliche Fahrer, die beim Transport
ihrer Kinder oder beim Einkauf von vier Brötchen erhaben auf
die anderen, meist männlichen Fahrer in ihren niedrigen Kutschen
herabschauen. Und den Vierrad-Antrieb braucht man ja im Alltag sehr
häufig.
Man stelle sich nun vor - um das Thema abzuschliessen - all diese
Autos hingen neben den Laptops, den Netbooks, den Smartphones, den
Handys, den mp3-Playern, den Akkus für die Digital-Kamera ständig
am Netz.
Was zumeist ebenfalls nicht bedacht wird: Noch sind die Akkus wenig
leistungsfähig. Und: Was dann, wenn es auf der Erde kein Lithium
mehr gibt bzw. wenn die Förderländer ihre Produktion nur
für eigene Zwecke nutzen. Dann tut man sich mit den grossen
Akkus für die Autos ganz schön schwer.
Es wäre daher zu wünschen, wenn in die ideologische Verbohrtheit
vieler Grüner etc etwas Vernunft und Nachdenken einzöge.
Juli
2011
Adlige
Gefängnisse
Unter einem
Gefängnis stellt sich der Normalbürger immer einen festungsartig
konzipierten Häuserkomplex vor: Dicke Mauern, Gitter, Stacheldraht,
Wachtürme, bewaffnete Wächter mit dicken Schlüsselbunden
etc.
Doch es gibt auch noch andere Gefängnisse, die nicht so bekannt
sind, aber dafür auch ihre negativen Wirkungen haben.
In der Alltagsperspektive spielen sie keine so wesentliche Rolle,
oder vielleicht doch. Dazu gleich ein wenig mehr.
Den Begriff Gefängnis im Sinn der Überschrift kann man
natürlich etwas sensibleren Naturen überstülpen,
die mit einem Rummel um ihre Person nicht so leicht fertig werden.
Die Initial-Zündung zu diesem Artikel gab ein Titelbild der
"Bunten". Meine Frau zeigte mir das Bild, das mir aber
nichts sagte. Auf meine Frage. Wer das denn sei, antwortete sie
fast vorwurfsvoll: Ja, weißt Du das nicht? Das ist Fürst
Albert von Monaco mit seiner zukünftigen Frau.
Meine Erst-Reaktion war: Mein Gott, sieht die aber unglücklich
aus, fast leidend, gar nicht fröhlich, wie man es sich vor
einer so grossen Hochzeit vorstellt.
Eigentlich hätte damit mein kommentarmässiges Engagement
beendet sein können.
Wenn nicht, ja, wenn nicht im Internet und auch in Zeitungen die
Meldung auftauchte, dass Charlène, die zukünftige Frau
des Fürsten von Monaco sich aus dem Staube machen wollte, kurz
vor der Hochzeit, und nur von französischen Polizisten bei
der Ausreise per Flieger am Flughafen Nizza zurückgeholt worden
wäre.
Sie schien zu merken, auf was sie sich da eingelassen hatte: den
psychischen Druck, die erbarmungslose Presse und das ständige
unter Beobachtung stehen, und wollte die letztmögliche Notbremse
ziehen.
Die Angst vor Peinlichkeit liess die adlige Familie in Monaco alle
Rückholregister ziehen. Man stelle sich vor, im Hotel de Paris
und in der L'Ermitage alle Zimmer ausgebucht und alles für
die Katz! Nicht auszudenken.
Es war wie der Ausbruch aus einem Gefängnis, doch die Gefängniswärter
waren schneller.
Als Adel hat man es nicht so einfach!
Letztendlich erhebt sich die Frage: Brauchen wir überhaupt
noch einen Adel? Ist er nicht einfach überflüssig? Manche
aus dieser Gesellschaft benehmen sich wie Proleten - mit einem Unterschied:
Sie haben mehr Geld und mehr Einfluss.
Es gäbe mit Sicherheit viele Institutionen, die über eine
Abschaffung des Adels überaus unglücklich wären -
die Klatsch- und Tratsch-Blätter! Worüber sollten sie
denn dann schreiben? Welche Affären aufdecken? Wen ironisch,
humorvoll oder bissig durchleuchten?
Meine Grossmutter war ein Soraya-Fan (für alle, die sich in
der jüngsten Vergangenheit nicht auskennen: Es war die erste
Frau der Schah von Persien, die - da sie keine Kinder gebar - vom
Schah verstossen wurde). Sie verschlang alles, was in der Regenbogen-Presse
dazu geboten wurde. Sie, Soraya, wurde aus dem Gefängnis ausgestossen.
Man denke auch an Lady Diana. War sie nicht auch eine Gefangene
des britischen Hofprotokolls? Der mit den Ohren tauschte während
ihrer Ehe tamponierte Telefonate mit seiner jetzigen Flamme aus.
Das ist Adel, Hochadel!!!
Nun tauchen im Internet Meldungen auf, dass Charlene in einem Ehevertrag
zu fünf Jahren Ehe verpflichtet wurde, diesen Vertrag soll
Albert ihr bei ihrer Zwangsrückkehr präsentiert haben.
Andere sprechen auch von Geld, das geflossen sein soll.
Sollte die Ehe mit Kindern beglückt werden, so hat sie kein
Anrecht auf die Kinder.
Man denkt allgemein, dass Ehen im Himmel geschlossen werden.
Aber manche führen unter juristischer Beratung in eine Art
Gefängnis.
In ein adliges Gefängnis, versteht sich!
Juni
2011
Das
sexuelle Kreuz - DSK
Es ist schon
eine Crux (Kreuz) mit der Sexualität.
Die Triebe, die Triebe, sie machen den Männern (und sicher
auch den Frauen) manchmal schwer zu schaffen.
Diese Probleme kommen offenbar in letzter Zeit besonders heftig
an die Oberfläche:
Man denke an Tiger Woods. Er schien an vielen Orten der USA nicht
nur seine Hölzer und Eisen zu gebrauchen bzw auf den Grüns
zielgerecht zu agieren. Zumindest hat sich seine Frau mit seiner
Ausrüstung zielsicher revanchiert, indem sie mit einem Golfschläger
auf sein Auto eingedroschen hat. Da sag einer nur, Schwedinnen seien
kühle Blondinen.
Hillary Clinton hat sich damals nach der Oral Office-Affäre
grosszügiger und nachsichtiger gezeigt! Nach aussen zumindest!
Und dann die Hamburg-Mannheimer. Nein, was da so auf den Steuerzahler
abgewälzt wird! Über 83.000 EUR für eine Belohnungstour
für besonders erfolgreiche Mitarbeiter. Einschliesslich mit
verschieden farbigen Bändchen gekennzeichneter ungarischer
Freudendamen. Die am höchsten dotierten Mitarbeiter bekamen
die mit den weissen Bändchen. Verflixte Hierarchie - das wird
so mancher gedacht haben, der sich mit roten und blauen Bändchen
begnügen musste.
Ob der berühmte Herr Kaiser mit dabei war, konnte man den Meldungen
der Zeitungen nicht entnehmen.
Und jetzt noch Strauss-Kahn. In Handschellen! Ein bekannter Bürger
der Grande Nation. Welch eine Schande. Wo man doch in Frankreich
mit diesen Dingen seit Ludwig dem XIV. sehr generös umgeht.
Das sind doch Kavaliersdelikte. Viele französische Herrscher,
abgesehen von de Gaulle, haben Ähnliches praktiziert. Mon dieu
- wieso können sich die puritanischen Amerikaner nicht in die
Seele eines gepeinigten Franzosen einfühlen.
Bei österreichischen Abkömmlingen scheint das Triebleben
auch nicht gerade gering ausgefallen sein. Schwarzenegger treibt
es mit den Dienstmädchen und zahlt heimlich die Ausbildung
der entstandenen Folgen dieses Seitensprungs. Aber da soll noch
mehr im Argen liegen. Nach Zeitungsmeldungen liess er sich öfter
Freudendamen ins Hotel durch einen Hintereingang einschmuggeln.
Mit Rücksicht auf die so geprügelte katholische Kirche
soll es bei diesen Verfehlungen bleiben.
Mal sehen, was noch so herauskommt.
Mai 2011
Un-Ökologische
R(h)apsodie
Fährt man
jetzt im Frühjahr mit dem Auto oder mit dem Zug durch Deutschland
oder wandert man durch die Weinberge im Rheingau, so glänzt
es allenthalben in einem herrlichen Gelb.
Aber es besteht ein kleiner Unterschied zwischen den gelben Farben.
Nicht von der Farbe her, die ist ziemlich identisch, sondern von
der Qualität her.
Die Farbe in den Weinbergen rührt vom Löwenzahn, der sich
in den letzten Jahren oder Jahrzehnten unglaublich verbreitet hat
und sich im eigenen Garten zur Plage entwickeln kann, besonders
wenn in der Nähe freie Flächen sind und die "Pusteblumen"
nach der Blütezeit ihre Samen mit dem Wind verstreuen.
Diese Farbe ist von der Natur angelegt und hat sich offenbar eine
Nische im biologischen Umfeld gesucht und gefunden.
Das andere Gelb ist menschen-"verursacht" (wenn man es
einmal so umschreiben kann) und rührt vom Raps her, der in
den letzten Jahren immer mehr Felder als Monokultur neben dem Mais
bedeckt.
So weit das Auge manchmal reicht - alles Gelb!
Das Wort "verursacht" hat schon seinen Sinn.
Denn wofür wird der viele Raps angebaut.
Zu Bio-Sprit
Damit die vielen Raser wieder die Autobahnen bevölkern können
und zum anderen: Die Bauern erhalten dafür Subventionen und
gehen damit der grünen Inkompetenz auf den Leim.
Denn was sich vordergründig als ökologisch deklarieren
lässt, ist in Wirklichkeit ein Trojanisches Pferd (ohne Odysseus
allerdings, der würde sofort aus diesem Gebilde aussteigen,
da die Göttin Athene ihm den Unsinn plausibel darstellen würde).
Denn: Auch Raps wächst nicht ohne Dünger. Er laugt die
Böden genauso aus wie alle anderen Pflanzen.
Und es muss fleissig gespritzt werden, denn das Ungeziefer lauert
eben auch überall. Das hat wiederum Folgen: Bienen und andere
nützliche Insekten fallen dem zum Opfer, was ebenfalls für
die Bestäubung anderer Kultur-Pflanzen eine negative Auswirkung
hat.
Aber so weit denken die Grünen mit ihrer gewollten Öko-Diktatur
nicht.
Und was noch bedeutsamer ist: Nicht nur bei uns, sondern auch in
vielen Entwicklungsländern werden Pflanzen nur zu Erzeugung
von Alkohol für Bio-Sprit angebaut.
Bei einer zunehmenden Bevölkerung mit immer mehr Unterernährten
ist es eine wahre Sünde, wenn aus kurzsichtigem finanziellem
Interesse durch den Anbau dieser Pflanzen wertvolles, für die
eigentlichen Nahrungs- und Lebensmittel wichtiges Land verloren
geht.
Es ist für mich unerklärlich, wie so viele Bundesbürger
der Öko-Hysterie der Grünen auf den Leim gehen.
Bislang haben sie immer nur viel geschwätzt, aber ich habe
selten gesehen, dass sie sich auch mal irgendwie im Sinne der Umwelt
praktisch betätigt und Hand angelegt haben.
Reden ist einfach, damit verschwinden aber die Probleme nicht.
Hoffen wir im Interesse unserer Nachkommen, dass so mancher Mitbürger
aufwacht und nicht auf die grünen Rattenfänger mit ihren
illusorischen Schalmeien hereinfällt.
NS: Frankreich
und Tschechien werden uns sicher Atomstrom liefern, wenn hier mal
kein Wind weht. Aber sicher teuer!
EU-Wahnsinn
- E 10-Sprit
Es
ist schon toll, was in Brüssel und all diesen Spesenorten für
die EU-Bürger so ausgeheckt wird.
Die letzte Glosse ist wohl das neue Benzin, das zehn Prozent Ethanol
(Alkohol) enthält. Man hatte die wahnwitzige Idee, damit das
Klima zu schonen.
Der Zusatz wird aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt.
Was heisst nachwachsbar?
Es handelt sich um Pflanzen, die zu Alkohol vergoren werden.
Das bedeutet: Diese Pflanzen werden auf normalen Ackerböden
angebaut und diese stehen damit nicht mehr für die Erzeugung
von Nahrungsmitteln zur Verfügung, sondern dienen ausschliesslich
dazu, Benzin herzustellen, damit die Deutschen mit ihren immer stärker
werdenden Autos dieses bei hohen Geschwindigkeiten als Abgase in
die Luft abblasen.
Von wegen klima-schonend!
Auch für nachwachsende Pflanzen müssen Dünger etc
herbeigeschafft werden und sie müssen auch bewässert werden.
Bedenkt man, wie viel Hunger in der Welt existiert, und dann wird
Ackerland für Geschwindigkeitsexzesse missbraucht. Eine Schande!
Die Deutschen sind immer kopflos schnell und wollten als erste diesen
Biosprit einführen. Damit sind sie genauso grün-kopflos
wie jetzt in der Atom-Debatte nach Japan.
Die anderen Länder der EU halten sich vornehm zurück,
zumindest was den E10-Sprit anbetrifft.
Auch denkt niemand in Frankreich an ein Abschalten von Reaktoren.
Wo sollte denn die Energie herkommen, und das in einer Zeit, in
der immer mehr Strom verbraucht wird? Dabei sind die E-Autos noch
lange nicht alltäglich und serienreif.
Aber zum Aufladen der tragbaren Rechner, der Elektrorasierer, der
Digital-Kameras, der Handys und Smartphones wird nun mal Strom gebraucht.
Immer mehr Menschen bedienen sich dieser modernen Geräte.
Die Deutschen wiederum vergessen diese Belange und folgen, wie die
letzten Wahlen bewiesen haben, irgendwelchen grünen Rattenfänger-Melodien,
ohne diese zu hinterfragen.
Das Paradoxe ist zudem: Einige Bundesbehörden lehnen das Tanken
dieses Sprits ebenfalls ab wie die meisten Bundesbürger, weil
sie ihre Fahrzeuge nicht beschädigen wollen.
Die Bundesregierung hingegen rät vollmundig zum Verbrauch dieses
neuen Treibstoffs, obwohl ihn keiner will.
Die Politiker haben gut reden, denn wenn ihnen der Wagen liegen
bleibt, wer zahlt den Schaden?
Der Steuerzahler! Wer sonst!
Die Bild-Zeitung mit ihren reduktionistischen Schlagzeilen-Mentalität
brachte es auf einen Punkt: Der Irrsinn mit dem E10-Benzin.
Und dann dahinter in Riesenlettern: Wut auf die Öko-Plörre.
So drückt man offenbar Volkes Stimme aus.
Eines wundert mich aber: Dass die Grünen nicht gegen solchen
Unsinn wettern. Denn immerhin werden Pflanzen quasi unter einem
falschen Deckmantel regelrecht missbraucht!
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