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Zur
Definition: Geo-Toxine sind meist menschenverursachte Stoffe, die
unsere Heimat im All, die Erde, belasten.
Die rasanten Klima-Veränderungen der letzten Jahre sind so
evident, dass man davor einfach nicht die Augen verschliessen kann.
Sicherlich, es wird in den Medien etwas überreagierend darüber
berichtet. Es werden Patent-Rezepte verteilt etc. Manche sprechen
sogar von blindem Aktionismus.
Aber kann man so leichtfertig darüber hinwegsehen?
Manch einer behauptet, so etwas hätte es in der Vergangenheit
immer einmal gegeben und man sollte es bloss nicht überbewerten.
Mag sein, das erste zumindest.
Aber eine Veränderung in solch einer kurzen Zeit müsste
doch dem unverbesserlichsten Ignoranten zu denken geben.
In letzter Zeit hat sich die Diskussion am CO2 - Ausstoss der Kraftfahrzeuge
festgemacht. Das ist aber nur ein Teil der Verursacher. Wenn man
den Schätzungen in den Zeitschriften glauben kann, dann ist
das gerade mal ein Anteil von 20 Prozent.
Aber daneben gibt es noch eine Reihe anderer Verursacher.
Wir kommen gleich
wieder auf dieses Thema zurück.
Zuvor möchte
ich noch eine andere Betrachtungsweise ins Spiel bringen, die auch
die eben erwähnten Leugner der Veränderung nicht so leicht
beiseite schieben können.
Die Erdatmosphäre ist ein ziemlich schmales, um nicht zu sagen
fragiles Gebilde.
Eine dünne Haut, besonders deutlich, wenn man sie einmal mit
den Augen der Astronauten sehen kann - natürlich nur auf Bildern.
In diese schmale Schicht, die wir auch als Biosphäre bezeichnen
können, husten und pusten wir den gesamten gasähnlichen
Unrat der Menschheit hinein.
Diese Schicht ist uns aber zum Leben gegeben. Das heisst, wir müssen
in allerhöchstem Masse daran interessiert sein, dass diese
Sphäre uns und unseren Nachfahren ein lebenswertes Leben ermöglicht.
Tun wir das eigentlich? Denken wir immer noch, nach uns die Sintflut.
Oder: Es wird sich schon eine Lösung für all diese Probleme
finden.
Wird es nicht im Zug der Zunahme der Weltbevölkerung und mit
der Zunahme des Energiehungers und des fast pathologisch anmutenden
Mobilitätsdrangs zu einer Überlastung der Atmosphäre
kommen, die bis zu einem Umkippen führen könnte.
Bedenkt man die fast explosiv steigende Umweltverschmutzung in China
und Indien und die Abholzung der Wälder (die ja eigentlich
das Kohlendioxid speichern sollten), dann kann man sich eines gelinden
Unbehagens nicht erwehren.
Sicherlich spielt auch die Massentierhaltung mit ihrer Methan-"Produktion"
eine Rolle, aber die ist auch menschengemacht durch hohen Wohlstands-Fleischverzehr.
Was gelangt
nun alles in die Luft an schädlichen Stoffen?
Es ist einmal
das Kohlendioxid. Es stammt aus der Verbrennung fossiler Energieträger
wie Erdöl, Erdgas und Kohle, aus den Autos, den Fabriken, den
Kohle- Kraftwerken und bei der Brandrodung von Wäldern.
Zum anderen ist es Methan. Dies stammt aus Mülldeponien, der
Viehzucht, der Gülle aus den Silos der Viehzucht und der Industrie.
Das Stickoxid ist zwar ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre,
ist aber seit Beginn des Industriezeitalters um 17 Prozent gestiegen.
Es stammt aus Düngemitteln und dem Verbrennen von Holz und
Ernteabfällen.
Weitere Luftverschmutzer sind Schwefelverbindungen und Fluorcarbonverbindungen.
Auch der bei höheren Temperaturen entstehende Wasserdampf ist
ein "Treibhausgas".
Nun argumentiert
ein Kolumnenschreiber zwar aus einer Mono-Betrachtungsweise richtig,
dass Kohlendioxid schwerer sei als Luft und daher nach unten sinke.
Aber eigentümlicherweise habe ich bislang bei allen konventionellen
Kraftwerken immer beobachtet, dass der Rauch (immerhin nicht wenig!)
nach oben steigt.
Also ein Entweichen in die obere Atmoshäre!
Könnte es sein, dass Kohlendioxid von den anderen Gasen mit
nach oben transportiert wird? Oder dass Wärme es nach oben
hebt?
Und zu guter Letzt: Was spielt sich noch in der Atmosphäre
ab durch den enorm gestiegenen Luftverkehr? Wer an einem klaren
Morgen hier in der Nähe von Frankfurt in den Himmel schaut,
wird erstaunt sein, wieviel Kondensstreifen sich am Himmel abzeichnen.
Auch das dürfte zu der Sparte der Treibhausgase zählen.
Schliesslich versteigt sich der Kolumnenschreiber noch zu der Prophezeiung,
eine kleine Eiszeit ziehe heran, deren Maximun im Jahr 2030 zu erwarten
sei.
Nostradamus lässt grüssen.
Der Gipfel an Volksverdummung ist jedoch die Feststellung, dass
das Abschmelzen der Eismassen zu keiner Erhöhung des Meeresspiegels
führen wird.
Die Antarktis und auch Grönland sind ein Festlandsockel. Wenn
die Unmengen von Eis darauf schmelzen, muss es zu einer Anhebung
des Meeresspiegels kommen, auch wenn Eis ein niedrigeres spezifisches
Gewicht als Wasser hat.
Es liegt mir
absolut fern, mit diesem Artikel Angst oder Panik zu verursachen.
Aber wer jetzt die Augen vor den Tatsachen verschliesst und das
ganze als Nebensächlichkeit, Bagatelle oder Lapalie abtun will,
der muss sich fragen lassen, ob er eine Mitverantwortung für
eine Verschlechterung der Lebensbedingungen unserer Kinder und Kindeskinder
trägt.
Ein einzelner Wissenschaftler mag vielleicht irren, aber wenn Tausende
zu einem ähnlichen Ergebnis kommen, dann kann man es nicht
so einfach vom Tisch wischen.
Jeder einzelne vernunftbegabte und verantwortungsbewusste Mensch
ist schon aufgerufen, seinen Beitrag für das Überleben
dieses winzigen, einsamen, blaugrünen Gebilde namens Erde zu
leisten.
Dr. Dietrich
Volkmer
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