Homöopathie
 
Die Gräben sind teilweise tief - zwischen der klassischen Homöopathie, die sich an das Prinzip Dr. Samuel Hahnemanns anlehnt - Similia similibus curentur (Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden) und der Komplexmittelhömopathie, die sich mehr am Krankheitsbild orientiert und so dem Neuling, aber auch dem Erfahrenen die Anwendung nebenwirksamsfreier Heilmittel erleichtert.
Auf diesen Seiten wollen wir keine Differenzierung anstreben und auch die Gräben nicht weiter aufreissen, sondern beide Seiten zu Wort kommen lassen.
Noch sollte nämlich die Formel gelten: Wer heilt, hat Recht.
Daher sollen nach Möglichkeit immer ein Einzelmittel und ein Komplex-Mittel beschrieben werden.
Zudem gibt es noch die Isopathika, die Schüssler-Salze (Biochemie >>>), die Organpräparate und die Nosoden
 
Literatur zur Vertiefung siehe rechts

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An dieser Stelle sollen in loser Reihenfolge verschiedene Homöopathika (Einzel- und Komplexmittel beschrieben werden.
Dank an Frau Marion Hoffmann (s. Redaktion >>>), die die Betreuung der Einzelmittel-Homöopathie übernommen hat.

Euphorbium Volkstümlicher Name Wolfsmilch Kürzel: Euph. keine Synonymbezeichnung

Fam. nat.: Euphorbiaceae

Medizinisch ist Euphorbium resinifera die bekannteste Spezies. Sie wächst im inneren Marokkos und an den Abhängen des Atlas. Die kaktusartige Pflanze wird zur Blütezeit angeritzt und der austretende Milchsaft - Euphorbium officinarum - gesammelt und an der Sonne getrocknet. Die entstehende mattgelbe bis braune Masse wird zu Pulver vermahlen. Sie enthält Euphorbon, das früher als Wirkstoff in blasenziehenden Pflastern und Salben verwendet wurde. Der Staub führt zu heftigem Niesen. Zuerst brennen Haut und die Schleimhäute, Rötung, Entzündung und Blasenbildung folgen. Um nicht an den heftigen entzündlichen Reizungen der Atemwege zu erkranken müssen sich die Arbeiter Mund und Nase zubinden.

Inhaltsstoffe sind Resiniferatoxin, Euphorbon, Harze, Gummi.

Der Milchsaft reizt die Haut und lässt sie schmerzhaft anschwellen. Innerlich eingenommen wirkt er laxierend.
Für die homöopathische Urtinktur wird der erhärtete Milchsaft von Euphorbia resinifera verwendet.
Euphorbium wird umgangssprachlich auch Wolfsmilch genannt. Den Namen Euphorbium soll der König von Mauretanien Juba II. einer von ihm entdeckten Pflanze zu Ehren seines Leibarztes Euphorbos gegeben haben, der er auch, laut Meyers Konversationslexikon, eine kleine Schrift widmete.

Wolfsmilcharten waren schon im frühen Altertum bekannt und wurden medizinisch genutzt. Die von Dioskurides beschriebe Euph. cyparissias scheint unsere heutige Euph. resinifera zu sein. Er empfahl sie als Purgativum und Vomitivum, bei Flechten, Warzen und fressenden Geschwüren. Auch in der Volksmedizin des Mittelalters war sie als Abführ- und Brechmittel beliebt. Sie wurde zum Entfernen von Warzen benutzt und ein Sud mit Wein sollte gegen die Wassersucht helfen. Lonicerus schreibt in seinem Kreuterbuch 1564 dass die Wurzelrinde eine laxierende Wirkung zeigt und sie eine Heilwirkung bei der Wassersucht hat. Das Bestreichen der Warzen mit Wolfsmilch "machet sie hinwegfallen".
Das homöopathisch nicht oft verwendete Mittel beschreibt Stauffer als "ein vorzügliches Heilmittel bei allen heftigen Katarrhen der oberen Luftwege im ersten Stadium".
Schleimiger Fliessschnupfen mit erheblichem Niesreiz und heftigem Jucken, bei Laryngitis, Pharyngitis und Bronchitis mit anhaltendem trockenem Husten der durch Brennen und Kitzelreiz ausgelöst wird sind Indikationen. Auch bei einer allergischen Conjunctivitis mit brennenden, juckenden Empfindungen ohne Absonderungen sollte man an Euph. denken.
Bullöse Dermatitis, Blasen- und Erythembildungen der Haut bei Fieber deuten auf dieses Homöopathikum. Oft ist es auch ein gut wirkendes Mittel bei unerträglichen Metastaseschmerzen oder Schmerzen in der Tumorgegend.

Leitsymptom ist das Brennen
Brennschmerz der entzündeten Schleimhäute, der Haut,
auch brennender Schmerz in der Tumorregion.
Dosierung: D 4 bis D 12
D 3 bei Tumorschmerzen

Marion Hoffmann

(Die Adresse von Frau Hoffmann finden Sie unter Redaktion >>> )

  Wie nimmt man homöopathische Mittel am besten ein?
Welche Art von Einnahme gibt es überhaupt?
Es gibt: Globuli, Tropfen, Tabletten und Ampullen.
Wichtig ist bei sämtlichen hömöopathischen Mitteln, dass man sie im Mund zergehen lässt, da sie hier besonders gut resorbiert werden. Alkoholhaltige Mittel können in etwas stillem Wasser eingenommen werden, da man dann den Alkoholgeschmack und die Schärfe nicht so auf der Zunge spürt.
Homöopathika wirken über die feinstoffliche Ebene.
Das bedeutet: Möglichst nie zusammen mit der Ernährung oder während der Mahlzeiten einnehmen, sondern immer getrennt von den Mahlzeiten. Faustregel:
Ca 10 Minuten vor einer Mahlzeit oder eine halbe Stunde danach.
 
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