Die Rubrik Nadel-Stiche hat keinen invasiv-bedrohlichen Charakter und soll auch nicht verletzend sein. Vielmehr dient sie im Sinne der Akupunktur-Lehre als Korrektur- Agens, als Anregung, als sanfter Impuls, als energetisches Stimulans, als humoristisch eingefärbtes Traktat, um die Dinge wieder ins Lot und Erstarrtes wieder in Fluss zu bringen oder um manchmal die aktuellen politischen Dinge einer kritischen Hinterfragung zu unterziehen. Erscheinen je nach Aktualität, an keine festen Termine gebunden.

 

Frühere Nadelstich-Abhandlungen (ab April 2011) finden Sie im Archiv unter Nadelstiche >>>

Un-Ökologische R(h)apsodie >>> (Archiv Nadelstiche)

Neue Aufgaben für Senioren

Viele Senioren klagen über ein unerfülltes Dasein und vor allem über Langeweile. Jeden Tag durch die Einkaufspasagen oder bei manchen tägliches Golf-Spielen - das ist doch kein sinnvolles Leben.
Aber inzwischen gibt es eine rechte Herausforderung für (männliche) Senioren.
Präsident Bush hat zu seiner Regierungszeit den erneuten Aufbruch zum Mond und darüber hinaus zum Mars propagiert. Sicher wäre schon etwas in dieser Richtung passiert, wenn nicht die Kriege im Irak und in Afghanistan das amerikanische Budget neben der Wirtschaftskrise so stark belasten würde.
Für den Mond-Ausflug gäbe es ausreichend Astronauten (welch überschwengliches Wort - Sternenfahrer auf deutsch - daraus wird wohl in den nächsten Generationen nichts werden!).
Der Flug zum Mars beinhaltet einige schwer zu lösende Probleme.
Einmal die lange Dauer, der Aufenthalt, die psychischen Belastungen und vor allem die Sicherheit des Rückflugs, denn dafür müsste genügend Treibstoff mitgenommen werden.
Da hatte irgendein Wissenschaftler eine grandiose Idee.
Das liesse sich doch viel einfacher gestalten.
Ältere Menschen ab 60 Jahre mit einer ohnehin eingeschränkten Lebenserwartung wären die ideale Besetzung.
Sie blieben einfach auf dem Mars bis zum Lebensende und würden dort die Basis ein zukünftigen Besiedlung aufbauen.
Einige Raumschiffe würden das nötige Material voraus hin transportieren und Roboter würden alles aufbauen.
Dann könnte die Besatzung aufbrechen. Auf Nimmerwiedersehen.
Doch nicht ganz, denn der Funkkontakt bliebe schon erhalten. Aber mit viel Geduld. Fünfzehn Minuten zur Erde und dann käme die Antwort erst ca fünfzehn Minuten später.
Diese zukünftigen Mars-Bewohner hätten sicher einen Nobel-Preis verdient. Leider können sie ihn nicht in Stockholm in Empfang nehmen
- eine Video-Schaltung mit obiger Verzögerung liesse sie daran teilhaben.
So verrückt diese Idee sein mag: In den USA haben sich schon 400 Interessenten gemeldet.
Es wäre im Jahr 2030 möglich.
Sollten Sie noch jung sein und sich sagen, was soll ich mich noch über das sechzigste Lebensjahr hier auf diesem Planeten mit Klimaerwärmung und Finanzkrise herumquälen: Tragen Sie sich einfach in die Anwärterliste ein. Kostenlos!

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